Monte Perdido, Kalksteingipfel im Nationalpark Ordesa und Monte Perdido, Spanien
Monte Perdido ist der dritthöchste Gipfel der Pyrenäen und erhebt sich auf 3.355 Meter Höhe mit steilen Felswänden, die sich bis zu 800 Meter hoch über die umliegende Landschaft erheben. Der Berg besteht aus Kalkstein und prägt das Landschaftsbild des Nationalparks mit seiner markanten Silhouette und den senkrecht aufragenden Klippen.
Der Berg wurde durch die Gründung des Nationalparks Ordesa y Monte Perdido im Jahr 1918 unter Schutz gestellt, der zunächst nur ein kleines Gebiet abdeckte. Der Park wurde später 1982 bedeutend erweitert, nachdem erfolgreiche Bemühungen die Errichtung eines Staudamms verhindert hatten, der den Berg und seine Umgebung gefährdet hätte.
Der Name "Monte Perdido" bedeutet "Verlorener Berg" auf Spanisch, da sein Gipfel von der französischen Seite hinter den Gipfeln der Zirkusse von Gavarnie und Estaubé verborgen bleibt. Wanderer bemerken diese Besonderheit, wenn sie von Norden auf den Berg schauen und verstehen, warum die Einheimischen ihm diesen Namen gaben.
Der beste Zugang führt über das Dorf Torla, von wo aus Wanderer das Ordesa-Tal hinaufgehen und schrittweise an Höhe gewinnen. Die meisten Besucher nutzen die Góriz-Schutzhütte als Rastpunkt, bevor sie die letzten Meter zum Gipfel erklimmen, was eine gute Planung und frühe Ankunft erfordert.
An der Nordseite des Berges befindet sich einer der größeren Gletscher der Pyrenäen, der seit 1981 erheblich geschrumpft ist. Dieses Eis auf dem Gipfel zeigt deutlich die Auswirkungen von Klimaveränderungen, die Wanderer bei ihren Besuchen beobachten können.
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