Mont Perdu in den Pyrenäen, Gebirgserbe zwischen Hautes-Pyrénées und Provinz Huesca.
Das Welterbe Pyrénées-Mont Perdu ist ein grenzüberschreitendes Schutzgebiet auf der französischen und spanischen Seite der Pyrenäen, das zwei Nationalparks umfasst und Schluchten, Felskessel, Wälder, Wiesen und Höhlen einschließt. Auf der französischen Seite dominieren steile Felswände und weite Kesseltäler, während die spanische Seite für ihre tiefen Cañons bekannt ist.
Menschen lebten in diesem Gebirge bereits in der Steinzeit, wie Dolmen und Steinkreise belegen, die noch heute auf den Hängen zu finden sind. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich auf beiden Seiten der Pyrenäen Gemeinschaften, die ihren Lebensunterhalt durch Weidewirtschaft und Berglandwirtschaft verdienten.
Hirten treiben ihre Herden noch heute saisonal zwischen den Tälern und den Hochweiden hin und her, und die alten Wege, die sie dabei benutzen, sind noch immer in der Landschaft sichtbar. Diese Praxis verbindet die Gemeinschaften diesseits und jenseits der Grenze auf eine Art, die man beim Wandern direkt erleben kann.
Der Frühling und der Herbst sind gute Reisezeiten, wenn die höheren Wege begehbar sind und das Wetter stabiler ist. Besucherzentren in Torla auf der spanischen Seite und in Gavarnie auf der französischen Seite bieten Orientierung zu Routen und Sicherheit in den Bergen.
Der Mont Perdu, nach dem das Welterbe benannt ist, ist von der französischen Seite aus nicht zu sehen, obwohl er mit 3482 Metern der dritthöchste Gipfel der Pyrenäen ist. Sein Name, der auf Deutsch 'verlorener Berg' bedeutet, leitet sich genau von dieser Verborgenheit hinter den mächtigen Felswänden ab.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.