Jakobinerkonvent, Dominikanerkloster in Toulouse, Frankreich
Das Kloster der Jakobiner ist ein großes sakrales Bauwerk aus roten Ziegeln mit zwei parallelen Langschiffe, die durch mächtige Säulen getrennt sind. Die Kirche beherbergt hohe Spitzbögen und ein fein gegliedertes Dachwerk, das typisch für den südlichen gotischen Stil Frankreichs ist.
Der Bau begann 1230, als die Dominikaner nach Toulouse kamen, um die katharische Ketzerei zu bekämpfen und Orthodoxie zu verbreiten. Das Gebäude wurde über mehrere Jahrhunderte erweitert und entwickelte sich zu einem der wichtigsten dominikanischen Komplexe in Südfrankreich.
Das Kloster war lange Zeit Zentrum des geistlichen Lebens und zog Gelehrte aus ganz Europa an, die hier lehrten und lernten. Die Räume spiegeln heute noch diese Tradition der Weiterbildung und des geistigen Austauschs wider.
Besucher sollten früh am Morgen kommen, da das Gebäude mittags sehr voll werden kann; festes Schuhwerk ist auf den unebenen Steinböden empfehlenswert. Die Räume sind nicht vollständig geheizt, daher sind wärmere Kleidungsstücke in den kälteren Monaten sinnvoll.
Die zentrale Säule des Langhauses spaltet sich in mehrere Rippen auf, die sich nach oben wie Palmenzweige ausbreiten und das gewölbte Dach stützen. Diese außergewöhnliche Form gab dem Gebäude seinen Spitznamen und macht die Struktur zu einem technischen und künstlerischen Meisterwerk der gotischen Architektur.
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