Pech Maho, Eisenzeitliche archäologische Stätte in Sigean, Frankreich.
Pech Maho ist ein befestigtes Oppidum auf einem Hügel in der Nähe des Flusses Berre, das eine Fläche von etwa 1,5 Hektar einnimmt und mit Verteidigungswällen ausgestattet war. Die archäologischen Überreste zeigen die Struktur einer eisenzeitlichen Siedlung mit Wohnbereichen und strategischen Befestigungen.
Das Oppidum entstand im 6. Jahrhundert v. Chr. und diente mehrere Jahrhunderte lang als Handelsposten für Austausch zwischen etruskischen, griechischen, karthagischen und lokalen Gruppen. Seine Zerstörung im 3. Jahrhundert v. Chr. markierte das Ende dieser wichtigen Handelsknotens an der Mittelmeerküste.
Die Ausgrabungen zeigen, dass die Bewohner komplexe Rituale durchführten, bei denen Bestattungen mit Tierknochenopfergaben kombiniert wurden. Diese Funde deuten auf religiöse Praktiken hin, die für die eisenzeitliche Gemeinschaft dort von großer Bedeutung waren.
Der Zugang zum Gelände erfolgt über das Museum in Sigean, von wo aus geführte Touren starten und Sie die Stätte erkunden können. Die beste Zeit für einen Besuch ist der Sommer oder die letzten Samstage des Monats in der Nebensaison, wenn Führungen angeboten werden.
Eine aus Blei gegossene Nachricht aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. in ionischem Griechisch wurde hier gefunden und belegt die Rolle des Ortes im Mittelmeerhandel. Das Artefakt zeigt die Art von Schriftverkehr, die damals zwischen Kaufleuten und Partnern über See ausgetauscht wurde.
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