Petite Mairie, Rathaus im 12. Arrondissement von Paris, Frankreich
Die Petite Mairie ist das Rathaus des 12. Arrondissements von Paris, ein Gebäude im Neorenaissance-Stil an der Ecke Rue de Charenton und Avenue Daumesnil. Die Fassade zeigt dekorative Säulen, Fenster mit Sprossen und Skulpturen, darunter eine Darstellung der Stadt Paris sowie Figuren, die das Holzhandwerk und den Weinbau verkörpern.
Das Gebäude wurde zwischen 1874 und 1877 nach dem Brand des ursprünglichen Rathauses am Ende der Pariser Kommune im Jahr 1871 errichtet. Der Architekt Antoine-Julien Hénard entwarf den Neubau, der 1893 um einen Festsaal erweitert wurde.
Die Petite Mairie war ein Ort, an dem die Bewohner des 12. Arrondissements alltägliche Amtsgeschäfte erledigten, von Dokumente bis zu Standesamtsterminen. Als das Gebäude nach dem Brand von 2025 vorübergehend geschlossen wurde, zogen die Trauungen in den Chai de Bercy um, ein ehemaliges Weinlager im Quartier.
Vor dem Gebäude liegt ein kleiner Platz, der einen guten Gesamtblick auf die Fassade ermöglicht. Nach dem Brand im Januar 2025 ist das Rathaus derzeit für Besucher geschlossen und die Dienststellen wurden vorübergehend in den ehemaligen Bahnhof Reuilly verlegt.
Das Rathaus wurde aus rosa Granit gebaut, einem Material, das dem Gebäude ein warmes, ungewöhnliches Aussehen verleiht, das man bei Pariser Verwaltungsgebäuden selten findet. Im Treppenhaus befinden sich Deckengemälde, die Szenen aus dem Industrie- und Alltagsleben des Viertels zeigen, darunter auch das frühere Weinhandwerk, das einst das Quartier prägte.
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