Port de La Rochelle, Seehafen in La Rochelle, Frankreich
Der Hafen von La Rochelle ist ein Seehafen an der Atlantikküste Frankreichs in der Region Nouvelle-Aquitaine, der sich in mehrere Bereiche aufteilt: einen Handelshafen, einen Fischereihafen und drei Sportbootmarinas. Der bekannteste Teil ist der Alte Hafen im Stadtzentrum, mit historischen Türmen, einem Kongresszentrum und einem Museumsschiff-Becken in unmittelbarer Nähe.
La Rochelle war im Mittelalter ein bedeutender Handelshafen, der Wein und Salz nach Nordeuropa exportierte, und entwickelte sich im 17. und 18. Jahrhundert auch zu einem Abfahrtsort für Schiffe, die am transatlantischen Sklavenhandel beteiligt waren. Der Handelshafen La Pallice wurde Ende des 19. Jahrhunderts eröffnet, um größere Schiffe empfangen zu können, und wurde im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Marine genutzt, die dort eine Unterseebootbasis errichtete.
Der Alte Hafen von La Rochelle ist bekannt für seine zwei mittelalterlichen Türme, die den Eingang zum Hafen bewachen. Wer am Kai entlangläuft, sieht Segelboote, Touristen und Einheimische nebeneinander, denn das Wasser gehört zum Alltag der Stadt.
Der Alte Hafen ist zu Fuß vom Stadtzentrum von La Rochelle aus leicht erreichbar und eignet sich gut für einen Spaziergang entlang der Kais, um Boote aller Größen zu beobachten. Der Fischereihafen Chef de Baie und der Sportboothafen Port des Minimes liegen etwas weiter entfernt und lassen sich am besten mit dem Fahrrad oder dem Bus erreichen.
Jeden September findet im Hafen von La Rochelle der Grand Pavois statt, einer der größten Bootsshows der Welt, bei der Hunderte von Booten direkt am Wasser ausgestellt werden und Besucher echte Seeerprobungen machen können. Das macht La Rochelle zur einzigen Stadt dieser Größe in Frankreich, die eine solche Veranstaltung direkt in ihrem Stadthafen ausrichtet.
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