Palais de Justice d'Amiens, Neoklassizistischer Justizpalast in Amiens, Frankreich.
Der Palais de Justice d'Amiens ist ein neoklassizistisches Justizgebäude mit einer U-förmigen Struktur und sechs korinthischen Säulen, die einen dreieckigen Giebel auf der Hauptfassade tragen. Das Bauwerk umfasst drei große Gerichtssäle, die sich auf verschiedenen Ebenen des Gebäudes verteilen.
Der Bau des Gebäudes fand zwischen 1864 und 1880 statt und ersetzte die zuvor abgerissene Abtei Saint-Martin-aux-Jumeaux, die nach der Französischen Revolution zerstört worden war. Diese Errichtung markierte einen Wendepunkt in der Neuordnung der urbanen Justizlandschaft der Stadt.
Die Fassade zeigt Statuen von Demosthenes und Cicero des Künstlers Justin Sanson, die berühmte Redner des Altertums darstellen. Diese Figuren verkörpern die Ideale der Gerechtigkeit und Beredsamkeit, die das Gebäude und seine Funktion prägen.
Das Gebäude befindet sich in zentraler Lage an der rue Robert-de-Luzarches und ist leicht zu Fuß erreichbar. Die Zugang ist von außen sichtbar und das Innere kann häufig während der Öffnungszeiten besichtigt werden, obwohl es sich um ein aktives Gericht handelt.
Das Gebäude war ein Pionierbeispiel dafür, dass alle territorialen Gerichtsbarkeiten erstmals unter einem Dach zusammengefasst wurden. Diese Konsolidierung setzte einen neuen Standard für die Zentalisierung der Justizgewalt in Frankreich.
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