Nationalpark Őrség, Nationalpark im Südwesten Ungarns
Der Őrség-Nationalpark ist ein Schutzgebiet im Südwesten Ungarns, das sich über sanfte Hügel nahe der österreichischen und slowenischen Grenze erstreckt. Wälder wechseln sich mit offenen Wiesen ab, und zahlreiche Bäche durchziehen das Gelände, das insgesamt etwa 440 Quadratkilometer (170 Quadratmeilen) umfasst.
Das Parlament verlieh dem Gebiet im Jahr 2002 den Status eines Nationalparks, um die Lebensräume für Tiere und Pflanzen zu schützen. Die Siedlungen in der Region gehen auf magyarische Grenzwächter aus dem 10. Jahrhundert zurück, die hier ihre Höfe errichteten.
Das Gebiet trägt seinen Namen nach den Grenzwächtern, den Őrök, die einst die westliche Grenze des mittelalterlichen Ungarn bewachten. Heute kann man in mehreren Dörfern noch die für diese Region typische Streusiedlungsform erkennen, bei der einzelne Gehöfte weit verstreut liegen und nicht zu einem geschlossenen Ortskern zusammenwachsen.
Das Besucherzentrum in Őriszentpéter bietet Karten, Informationen und organisiert Führungen durch das Schutzgebiet. Etwa 15 markierte Wanderwege durchziehen das Gelände und führen an Quellen, Bächen und Waldlichtungen vorbei, die man zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden kann.
Der Flusslauf der Rába innerhalb des Parks schlängelt sich noch weitgehend natürlich durch die Landschaft, ohne dass Begradigungen oder Dämme seine ursprüngliche Form verändert haben. Diese freie Mäanderbildung ist in Ungarn inzwischen selten geworden und bietet Lebensraum für viele Wasservögel und Fische.
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