Holy Trinity and Saint Stephen of Hungary church in Velemér, Mittelalterliche katholische Kirche in Velemér, Ungarn.
Die Kirche der Heiligen Dreifaltigkeit und des heiligen Stephanus von Ungarn in Velemér ist eine katholische Saalkirche mit einem quadratischen Westturm und einem polygonalen Chor. Sie ist hauptsächlich aus Ziegelstein errichtet, während Stein für Fundamente, Sockel, Eckquaderungen sowie Fenster- und Türrahmen verwendet wurde. Das Schiff hat drei Schlitzfenster, der Chor ein Rundfenster an seiner Südwand.
Die Kirche wird erstmals 1360 urkundlich erwähnt, ihr Bau wird jedoch auf 1250–1300 datiert, als Velemér das kirchliche Zentrum von zehn Dörfern war. Die Fresken malte 1377–78 János Aquila. Um 1560 wurden die Familie Batthyány und das Dorf reformiert, die Fresken übertüncht; 1732–33 erhielten die Katholiken den Bau zurück. Ab 1808 stand er ohne Dach, im Schiff wuchsen Bäume, bis Flóris Rómers Aufnahme von 1863 Bischof Ferenc Szenczy veranlasste, ihn 1864–65 eindecken zu lassen.
Die Fresken wurden 1377–78 von János Aquila gemalt, der sein Selbstbildnis und seinen Künstlernamen an der Nordwand des Chors hinterließ. Zu den wichtigsten Szenen gehören das Ave Maria, der heilige Michael, die heilige Anna mit der heiligen Maria und die zwölf Apostel. Die Kirche wird nicht für regelmäßige Messen genutzt; vor allem Touristen besuchen sie, und ihr Kirchweihfest findet am Dreifaltigkeitssonntag und am 20. August statt.
Die Kirche steht allein am Waldrand am Südende von Velemér, in Paprét, außerhalb des bebauten Dorfes. Regelmäßige Messen finden dort nicht statt; vor allem Touristen besuchen sie und können den Innenraum sehen. Das Gebäude ist als Denkmal eingetragen, daher sollte man die Öffnungsbedingungen vor der Anreise zu diesem abgelegenen Ort klären.
An der Nordwand des Chors hinterließ der Maler Johannes Aquila sein Selbstporträt zusammen mit seinem Künstlernamen; die Fresken sind auf 1377–78 datiert. Die Fensterbank des Ostfensters im Chor wurde abgearbeitet, damit sie den Linien seines Gemäldes folgt. Die Kirche war einst von Graben und Wall umgeben.
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