Sigmundstor, Straßentunnel in Altstadt, Österreich
Das Sigmundstor ist ein Straßentunnel, der sich über 131 Meter durch den Mönchsberg windet und die Altstadt Salzburgs mit dem Stadtteil Riedenburg verbindet. Die Fahrbahn steigt mit einer Steigung von 8 Prozent an, während ein separater Fußgänger- und Fahrradweg 1968 hinzugefügt wurde.
Der Ingenieur Elias von Geyer vollendete den Tunnelbau zwischen 1764 und 1767 unter der Leitung des Fürstbischofs Siegmund Schrattenbach. Das Projekt war eine bemerkenswerte Ingenieurleistung des 18. Jahrhunderts, die den Verkehrsfluss in der Stadt erheblich verbesserte.
Der östliche Eingang zeigt eine lateinische Inschrift 'Te saxa loquuntur' über einem Reliefporträt des Fürstbischofs Schrattenbach, während die westliche Seite den heiligen Sigismund darstellt. Diese Darstellungen spiegeln den religiösen und weltlichen Herrschaftsanspruch der Zeit wider.
Der Tunnel ist leicht zu Fuß erreichbar und bietet separate Wege für Fußgänger und Radfahrer, was das Durchqueren sicher macht. Die Beleuchtung durch die spezielle Konstruktion ermöglicht Orientierung auch ohne künstliche Beleuchtung an hellen Tagen.
Der Tunnel verfügt über dekorative Obelisken, die entlang der Wände angebracht sind und dem Durchgang ein klassisches Flair verleihen. Diese architektonischen Verzierungen wurden sorgfältig in die Felsstruktur integriert und sind heute noch deutlich erkennbar.
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