Lago di Livigno, italienisch-Schweizer Stausee
Der Lago di Livigno ist ein Stausee in den Alpen, der sich entlang der Grenze zwischen der Schweiz und Italien erstreckt, im Kanton Graubünden gelegen. Das Wasser wird von mehreren Dämmen zurückgehalten und dient der Stromerzeugung für beide Länder.
Die Dämme, die den See bilden, wurden im frühen 20. Jahrhundert im Rahmen grenzüberschreitender Wasserkraftprojekte errichtet. Das Tal, das heute unter Wasser liegt, war zuvor bewohnt und von Landwirtschaft geprägt.
Der Lago di Livigno liegt auf der Grenze zwischen der Schweiz und Italien, und dieser Umstand ist im Alltag deutlich spürbar: Auf beiden Seiten des Sees gelten unterschiedliche Vorschriften und Gepflogenheiten. Wanderer und Radfahrer aus beiden Ländern treffen hier aufeinander, ohne dass eine Grenzanlage den Übergang markiert.
Der See liegt in einem abgelegenen Hochtal und ist je nach Jahreszeit über Bergstraßen erreichbar, die im Winter oft gesperrt sind. Die beste Zeit für einen Besuch ist von Sommer bis Herbst, wenn die Wege offen und die Bedingungen gut sind.
Obwohl der See hauptsächlich auf Schweizer Seite liegt, verläuft die Staatsgrenze mitten durch das Wasser, sodass ein Teil davon offiziell zu Italien gehört. Wer am Ufer entlangwandert, wechselt dabei mehrfach das Land, ohne es zu merken.
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