Feilaifeng-Felsskulpturen, Buddhistische Skulpturenreihe beim Lingyin-Tempel, Hangzhou, China.
Die Feilaifeng-Grotten sind eine Gruppe von Felsreliefs und Steinskulpturen, die in natürliche Kalksteinfelsen am Rande des Lingyin-Tempelgeländes in Hangzhou gemeißelt wurden. Die Figuren befinden sich auf verschiedenen Höhen entlang der Felswände und entlang eines kleinen Baches, der durch das Gelände fließt.
Die ältesten Schnitzereien entstanden während der Fünf-Dynastien-Periode im 10. Jahrhundert, also früher als oft angenommen, und nicht erst in der Tang-Dynastie. Die meisten Figuren wurden während der Song- und Yuan-Dynastien hinzugefügt, wobei der Yuan-Zeit einige der lebhaftesten und ausdrucksstärksten Werke zu verdanken sind.
Viele der Figuren hier zeigen Einflüsse aus Zentralasien und Tibet, was man an den breiten Gesichtern und dem runden Körperbau einiger Skulpturen erkennen kann. Das spiegelt wider, wie der Buddhismus auf seinem Weg nach China verschiedene künstlerische Traditionen aufgenommen hat.
Das Gelände wird von einem Pfad erschlossen, der entlang des Baches und an den Felswänden entlangführt, sodass man die meisten Schnitzereien zu Fuß in einem einzigen Rundgang sehen kann. Manche Figuren befinden sich sehr nah am Boden, während andere höher oben an der Wand angebracht sind und von unten betrachtet werden müssen.
Eine der bekanntesten Figuren ist ein breit grinsender, dickbäuchiger Buddha aus der Yuan-Zeit, der in China als Budai bekannt ist und oft fälschlicherweise mit dem historischen Buddha verwechselt wird. Diese Darstellung des Budai war so einflussreich, dass sie zur Quelle für die lachenden Buddha-Figuren wurde, die man heute in vielen Restaurants weltweit findet.
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