Neue Kammern, Museum im Park Sanssouci, Deutschland
Das Neue Palais erstreckt sich über 110 Meter entlang des Sanssouci-Parks und verbindet eine schlichte äußere Fassade mit vier prunkvolle Bankettsälen im Innern, die mit Marmor und Halbedelsteinen verziert sind. Das einstöckige Gebäude mit seiner niedrigen Höhe von etwa 6,5 Metern wirkt überraschend bescheiden für einen fürstlichen Palast, beherbergt aber innere Räume von großer Pracht.
Friedrich der Große beauftragte das Gebäude 1747 als Orangerie, um Zitruspflanzen durch die Wintermonate zu schützen. Zwischen 1771 und 1775 verwandelte Architekt Georg Christian Unger das Gebäude unter seine Regie in Gästequartiere um.
Die Ovid-Galerie zeigt vierzehn vergoldete Stuck-Reliefs mit Szenen aus der römischen Mythologie, die Wände mit Bewegung und Geschichte erfüllen. Diese kunstvoll gestalteten Räume waren einst Orte, an denen Gäste des Königs sich in der Pracht der Antike wiederfanden.
Das Gebäude liegt gut sichtbar entlang der Hauptachse des Parks, sodass Besucher es leicht finden und erkunden können. Der Zugang ist eben und die Räume sind kompakt, sodass eine Besichtigung nicht viel körperliche Anstrengung erfordert.
Das Großkabinett mit kostbarer Holzvertäfelung aus komplexem Intarsienschnitzwerk zeigt die handwerkliche Meisterschaft der Spindler-Brüder in jedem Detail. Diese feinen Muster im Holz sind so aufwändig, dass man sich fragen möchte, wie viele Stunden für solche Arbeit benötigt wurden.
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