Schloss Köpenick, Barockschloss auf einer Insel in Treptow-Köpenick, Deutschland
Schloss Köpenick ist ein dreigeschossiges barockes Wasserschloss auf einer Insel in der Dahme: Die blassgelbe Fassade ist durch weiße Pilaster in Achsen geteilt und schließt mit einem roten Ziegeldach, das Dachgauben und eine Balustrade mit kleinen Urnen trägt. Der Mittelteil springt vor und steigt in einen geschwungenen Giebel mit rundem Relief über einem Säuleneingang mit kleinem Balkon. Das Schloss steht hinter einer niedrigen Steinböschung am Wasser.
Der ursprüngliche Bau war ein Jagdschloss im Renaissancestil, das Ende des 17. Jahrhunderts durch Friedrich I. von Preußen grundlegend umgewandelt wurde. Der Herrscher ließ das Gebäude vergrößern und neu gestalten, um daraus eine repräsentative Residenz zu schaffen.
Seit 1963 ist das Schloss Sitz des Kunstgewerbemuseums, heute zweites Haus des Kunstgewerbemuseums der Staatlichen Museen zu Berlin. Die Dauerausstellung „Raumkunst aus Renaissance, Barock und Rokoko“ zeigt auf drei Etagen in 21 Räumen Ausstattungskunst des 16. bis 18. Jahrhunderts. Prunkstück ist der Wappensaal in der zweiten Etage; im östlichen Gebäude neben der Kirche befindet sich ein gastronomischer Betrieb.
Das Schloss liegt auf der Schlossinsel, die über eine Brücke über den Schlossgraben erreichbar ist; die nahe Lange Brücke quert die Dahme zur Altstadt und zur Berliner Innenstadt. Das Museum nutzt drei Etagen mit 21 Räumen, und im östlichen Gebäude neben der Kirche befindet sich ein Gastronomiebetrieb. Der Schlosshof wird im Sommer für Konzerte genutzt.
Der Wappensaal in der zweiten Etage ist das Prunkstück des Schlosses; seine Galerie wurde 1750 durch Vermauerung der Arkaden verändert. Getäfel und Ofen eines Prunkzimmers aus dem Schweizer Schloss Haldenstein wurden 1884 an das Deutsche Gewerbemuseum in Berlin verkauft und später hier eingebaut.
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