Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, Holocaust-Mahnmal im Tiergarten, Berlin, Deutschland
Das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen ist ein geschlossener Betonkubus mit einem kleinen Sichtfenster auf einer Seite, durch das man eine Videoschleife sehen kann. Der Kubus steht auf einer niedrigen Plattform im Park und wirkt durch seine kompakte Form und das Material wie eine versiegelte Kammer.
Das Monument wurde 2008 eingeweiht und geht auf jahrelange Diskussionen über die Anerkennung homosexueller Opfer zurück. Die Einrichtung erfolgte Jahrzehnte nachdem andere Opfergruppen bereits öffentlich gewürdigt worden waren, was die späte gesellschaftliche Auseinandersetzung mit diesem Kapitel widerspiegelt.
Der Name erinnert an die unter Paragraph 175 verfolgten Menschen, deren Schicksal lange nach Kriegsende im öffentlichen Bewusstsein kaum vorkam. Das Monument hat dazu beigetragen, dass heute Gedenkveranstaltungen und Begegnungen am Ort stattfinden, bei denen Besucher Blumen niederlegen und innehalten.
Der Zugang zum Denkmal ist jederzeit möglich, da es im Freien steht und keine Öffnungszeiten hat. Informationstafeln in mehreren Sprachen befinden sich direkt am Monument und helfen beim Verständnis des Kontexts.
Die Videoschleife im Inneren wird von Zeit zu Zeit ausgetauscht, sodass sich die gezeigten Paare ändern und die Erinnerung lebendig bleibt. Diese wechselnde Darstellung soll verdeutlichen, dass das Gedenken ein fortlaufender Prozess ist.
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