Odeon, Neoklassizistischer Konzertsaal in Maxvorstadt, Deutschland.
Das Odeon ist eine neoklassizistische Konzerthalle in München mit zwei übereinander angeordneten Säulenhallen für den Zugang zum Erdgeschoss und zur Galerie. Der ursprüngliche Saal war etwa 23 mal 38 Meter groß und diente sowohl für Konzerte als auch für gesellschaftliche Veranstaltungen.
König Ludwig I. von Bayern beauftragte Leo von Klenze mit dem Entwurf, und das Gebäude entstand zwischen 1826 und 1828 als Konzerthalle und Ballsaal. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg wurde es wiederaufgebaut und beherbergt heute das Bayerische Innenministerium.
Die Nischen im Orchestrabereich zeigten Porträtbüsten von zehn Komponisten wie Beethoven, Mozart und Haydn, die die musikalische Tradition des Ortes widerspiegeln. Diese Sammlung verdeutlicht, welche Meister den Musikgeschmack der Zeit prägten.
Das Gebäude ist heute Verwaltungssitz und nicht als regulärer Besuchsort für öffentliche Veranstaltungen geöffnet, weshalb eine Außenbesichtigung die beste Option ist. Die Fassade mit ihren Säulen bleibt von der Straße aus sichtbar und lässt die ursprüngliche Architektur erkennen.
Der Saal war für seine hervorragende Akustik bekannt, doch die Deckenfresken von Kaulbach, Eberle und Anschütz waren Schmuck, nicht Akustik. Nach dem Bombenangriff von 1944 wurde der ehemalige Konzertsaal zum Innenhof; seit 2003–06 überspannt ihn ein Glasdach als Gitterschale von Ackermann und Partner, sodass das Volumen wieder erlebbar ist.
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