Bazar, Handelsgebäude in Münchner Altstadt, Deutschland.
Das Bazar ist ein dreigeschossiger Geschäftsbau in der Münchner Altstadt, der sich über 175 Meter erstreckt und neoklassische Merkmale wie symmetrisch angeordnete Säulen und regelmäßige Fensterfolgen zeigt. Die Struktur ist in einzelne Ladenfronten unterteilt, die sich an mehreren Straßenseiten des Platzes öffnen und verschiedene Einzelhandelsbereiche verbinden.
Das Gebäude entstand 1826 nach Entwürfen von Leo von Klenze und Paul Stohrer und prägte die Entwicklung des Einzelhandels im Münchner Zentrum. Es markierte den Übergang zu modernen Geschäftsstrukturen, die Wohnen und Handel in der Innenstadt neu organisierten.
Das Bazar zeigt, wie Münchens Bürgertum im 19. Jahrhundert einkaufen und sich treffen wollte, und die Fassade mit ihren Säulen wirkt bis heute wie ein Ort von Bedeutung. Menschen gehen hier noch immer zum Shoppen vorbei und nehmen die klassischen Formen auf, ohne zu zählen, wie viele Schritte das Gebäude lang ist.
Das Gebäude ist leicht zu erkunden, da es direkt im Zentrum der Altstadt liegt und mehrere Eingänge von verschiedenen Straßenseiten bietet. Am besten erkundet man es zu Fuß und lässt sich Zeit, um die Details der Fassade und die verschiedenen Geschäfte auf den drei Ebenen zu beobachten.
Weniger bekannt ist, dass das Bazar ein frühes Beispiel für die Trennung von Wohn- und Geschäftsbereichen war, was die städtische Planung des 19. Jahrhunderts beeinflusste. Diese Aufteilung ermöglichte es, große Einzelhandelsflächen zu schaffen, während andere Gebäude in der Nähe zunehmend zu reinen Wohnhäusern wurden.
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