Kernkraftwerk Philippsburg, Stillgelegtes Kernkraftwerk in Philippsburg, Deutschland
Philippsburg ist eine stillgelegte Atomanlage in der gleichnamigen Gemeinde in Deutschland, die zwei Reaktorblöcke am Rheinufer umfasste und deren markante Kühltürme bis Mai 2020 das Landschaftsbild prägten. Die weitläufige Anlage wird derzeit von EnBW Kernkraft GmbH systematisch zurückgebaut, wobei technische Gebäude und Betriebsstrukturen schrittweise abgetragen werden.
Die Bauarbeiten für den ersten Reaktor begannen 1970, er nahm 1979 den Betrieb auf, während der zweite Block im Dezember 2019 endgültig abgeschaltet wurde. Die schrittweise Stilllegung markierte das Ende einer mehrere Jahrzehnte dauernden Phase der Stromerzeugung aus Kernenergie am Standort.
Der Standort steht für Deutschlands Ausstieg aus der Atomenergie, den die Bundesregierung nach den Ereignissen von Fukushima im Jahr 2011 beschloss. Heute markiert die weitläufige Anlage einen Wandel in der Energiepolitik, den Besucher der Region am Rheinufer deutlich wahrnehmen können.
Das Gelände ist eingezäunt und für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, da die Rückbauarbeiten unter strengen Sicherheitsauflagen laufen und bis 2034 andauern sollen. Von nahen Rheinuferwegen aus lässt sich der Fortschritt der Arbeiten dennoch aus der Ferne beobachten.
Die beiden Kühltürme mit einer Höhe von 150 Metern (etwa 490 Fuß) wurden am 14. Mai 2020 gleichzeitig durch kontrollierte Sprengung abgerissen. Dieser spektakuläre Vorgang dauerte nur wenige Sekunden und zog Tausende Schaulustige aus der Region an.
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