Schloss Tegel, Klassizistisches Landhaus in Tegel, Berlin, Deutschland
Schloss Tegel ist ein mehrteiliges Landhaus mit hellcremefarbenen Wänden, weißem Zierrat und dunkelgrauem Dach. Links steht ein hoher dreigeschossiger Block mit Reihen rechteckiger Fenster; rechts schließt sich ein niedrigerer zweigeschossiger Flügel mit steilem Walmdach und rundem Erker an. Karl Friedrich Schinkel baute es zwischen 1820 und 1824 im klassizistischen Stil um.
Das Gebäude entstand in seiner heutigen Form in den 1820er Jahren, nachdem Wilhelm von Humboldt das ältere Anwesen geerbt hatte. Der Umbau prägte das Aussehen des Hauses bis zur Gegenwart.
Das Haus gehört noch der Familie von Heinz, Nachfahren Wilhelm von Humboldts über seine Tochter Gabriele von Bülow, und wird von ihr bewohnt. Ein privates Humboldt-Museum ist im Sommerhalbjahr montags während der Führungen zugänglich. Im Park birgt die Familiengrabstätte die Marmorstatue der Spes, die Caroline von Humboldt seit ihren römischen Tagen liebte; Wilhelm erwarb sie nach ihrem Tod.
Das private Humboldt-Museum im Haus ist nur bei den Führungen am Montag im Sommerhalbjahr zugänglich. Das Schloss wird weiterhin von der Familie von Heinz bewohnt, sodass der Zugang auf die Führung beschränkt ist. Der seit 1983 unter Denkmalschutz stehende Park ist vom Haus getrennt und reicht fast bis an den Tegeler See.
Nahe dem Tegeler See steht die Dicke Marie, eine Eiche, die die Brüder Humboldt nach ihrer Köchin benannten; ihr Alter wird mit 800 Jahren angegeben. Näher am Schloss wächst die Humboldteiche mit einem Brusthöhenumfang von 7,80 m (Stand 2018).
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