Tegeler Hafenbrücke, Stählerne Fachwerk-Fußgängerbrücke in Tegel, Reinickendorf, Berlin, Deutschland
Die Tegeler Hafenbrücke, im Volksmund „Sechserbrücke“ genannt, ist eine 91 Meter lange Fußgängerbrücke aus zwei Teilen: einer rot gestrichenen stählernen Fachwerkbrücke mit gebogenen Obergurten, die die Hafeneinfahrt mit 65 Metern Spannweite überspannt, und einem grauen Betonteil über der Mündung des Tegeler Fließes. Auf der Westspitze der Humboldtinsel stehen zwei pavillonartige Aufbauten mit schmalen begehbaren Galerien.
Der Bau von 1908 ersetzte eine ältere Holzkonstruktion und wurde vom Architekten Ernst Hornig entworfen, um eine sichere Überquerung für Fußgänger zu gewährleisten. Die Brücke markierte einen Wendepunkt in der Infrastrukturentwicklung des Hafengebiets während der industriellen Expansion Berlins.
Die Brücke war lange Zeit ein wichtiger Übergang für Menschen, die zwischen den Ufern des Hafens pendeln mussten, und prägte das Bild der lokalen Verkehrswege. Heute erinnern die massiven Stahlkonstruktionen an die Bedeutung des Wassertransports für die Entwicklung des Viertels.
Die Brücke besteht aus zwei Teilen: dem roten Stahlfachwerk über der Hafeneinfahrt und einem grauen Betonabschnitt über das Tegeler Fließ. Eine Treppe im östlichen Pavillon führt zur Humboldtinsel, ist aber nicht öffentlich zugänglich. Vom Steg aus sieht man links die Insel Hasselwerder und rechts die Halbinsel Reiherwerder.
Die Brücke ist als Baudenkmal geschützt und wird von Kunsthistorikern als Beispiel der frühen Stahlkonstruktionstechnik in Berlin geschätzt. Der Schutzstatus sichert den Erhalt der ursprünglichen Konstruktionselemente, die sonst durch Modernisierungen verändert worden wären.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 93.056 Mitwirkenden weltweit.