Borsig-Villa Reiherwerder, Landhaus im neubarocken Stil auf der Halbinsel Reiherwerder, Tegel, Berlin, Deutschland
Die Borsig-Villa Reiherwerder ist ein zweigeschossiges Landhaus auf der Halbinsel Reiherwerder im Tegeler See, 1911 bis 1913 von Alfred Salinger und Eugen Schmohl für Ernst Borsig erbaut, der sie Sanssouci ähnlich wünschte. Die blassgelbe Fassade hat im Erdgeschoss bogige Fenster, über dem Mitteleingang einen Balkon und ein rotes Ziegeldach mit mittlerer Kuppel und bogigen Gauben. Eine breite Steintreppe führt zwischen niedrigen Hecken hinauf; nördlich liegt ein neobarocker Garten zur Wasserseite.
Ernst Borsig ließ die Villa von 1911 bis 1913 nach Plänen von Alfred Salinger und Eugen Schmohl errichten und wünschte sich ein Haus ähnlich dem Potsdamer Schloss Sanssouci; bis Herbst 1937 blieb sie Wohnsitz der Familie, dann wurde das Anwesen an das Deutsche Reich verkauft. Bis 1945 diente es der Reichsfinanzakademie. Nach dem Krieg nutzten die Forces Françaises à Berlin die Villa als Residenz ihres Oberkommandierenden.
Die Villa ist Gästehaus des Auswärtigen Amts, während die benachbarten Gebäude auf Reiherwerder die Akademie Auswärtiger Dienst beherbergen, die zum Jahreswechsel 2005/2006 aus Bonn-Ippendorf hierher zog und alle Angehörigen des mittleren, gehobenen und höheren Auswärtigen Dienstes ausbildet. Im Speisesaal steht ein langer, weiß gedeckter Tisch unter einem Leuchter aus gebogenen, durchscheinenden weißen Platten; links drei Fahnen an Stangen, darunter eine blaue mit gelben Sternen.
Die gesamte Halbinsel Reiherwerder mit der Villa und ihrem neobarocken Garten ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich; das Gelände gehört zur Akademie Auswärtiger Dienst des Auswärtigen Amts. Die Villa selbst dient als Gästehaus des Bundesaußenministers, Besucher haben keinen Zutritt. Das Areal liegt am Nordwestufer des Tegeler Sees in Reinickendorf.
Ernst Borsig verlangte, dass die neue Villa dem Potsdamer Schloss Sanssouci ähnelt; Alfred Salinger und Eugen Schmohl erbauten sie 1911 bis 1913. Ab 1945 nutzten die Forces Françaises à Berlin sie als Residenz ihres Oberkommandierenden, und 1958 entstand nördlich davon das französische Offizierskasino Pavillon du Lac.
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