Beelitz-Heilstätten, Ehemaliges Tuberkulose-Sanatorium in Beelitz, Deutschland
Beelitz-Heilstätten ist ein ehemaliges Sanatorium in Beelitz, Deutschland, das aus mehreren Dutzend Backsteingebäuden mit hohen Fenstern und geschwungenen Balkonen besteht. Die Anlage liegt verstreut in einem Kiefernwald und umfasst Pavillons, Operationssäle und lange Verbindungsgänge zwischen den einzelnen Häusern.
Das Sanatorium wurde ab 1898 für die Behandlung von Tuberkulosekranken aus Berlin errichtet und behandelte während des Ersten Weltkriegs verwundete Soldaten. Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzten sowjetische Streitkräfte die Anlage als Militärkrankenhaus, bis sie in den neunziger Jahren geschlossen wurde.
Der Name stammt von den ursprünglichen Heilstätten, die den Heilungsprozess durch Ruhe und Waldluft unterstützen sollten. Besucher können heute durch verlassene Korridore und ehemalige Krankenzimmer gehen, während Teile des Geländes als Kulisse für Fotoaufnahmen und künstlerische Projekte dienen.
Die Anlage liegt etwa eine Stunde südwestlich von Berlin und ist mit dem Regionalzug gut erreichbar. Geführte Touren ermöglichen den Zugang zu ausgewählten Bereichen, während der Baumwipfelpfad auch ohne Führung begangen werden kann.
Eine erhöhte Holzbrücke namens Baum und Zeit führt über die verlassenen Dächer und ermöglicht einen Blick von oben auf die verfallende Architektur. Die Konstruktion erstreckt sich über mehrere hundert Meter und führt durch die Baumkronen des umliegenden Waldes.
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