Burg Kerpen, Burgruine in Kerpen, Deutschland
Die Burg Kerpen ist eine Ruine einer Wasserburg im Osten Kerpens, errichtet auf einer von einem Wassergraben umgebenen Motte. Der rechteckige Wohnturm besaß Schießscharten und eine Vorrichtung für einen hölzernen Wehrgang, und mehrere Wehrtürme standen in regelmäßigen Abständen auf der Burginsel. Ein Torturm enthielt eine Zugbrücke, vor der sich eine zweite Zugbrücke zur Zufahrtsrampe befand.
Burg Kerpen war ein fränkischer Königshof und eine Reichsfestung, die den Erftübergang an der Straße zwischen Köln und Aachen sicherte. Zwischen 1065 und 1071 als Lehen der Reichsministerialen von Kerpen erwähnt, wurde sie 1114 von Erzbischof Friedrich I. von Köln zerstört, 1276 von Beatrix von Kerpen an ihren Bruder Winemar von Gymnich und 1282 an Herzog Johann I. von Brabant verkauft. Erzbischof Siegfried von Westerburg zerstörte sie noch im selben Jahr, doch die Herzöge von Brabant bauten sie binnen zwei Jahren wieder auf. 1689 sprengten französische Truppen die Wehranlagen und brannten die Wohnbereiche nieder.
Der Name Kerpen stammt vom Haus Kerpen, dem Adelsgeschlecht, das Burg und Herrschaft seit dem 13. Jahrhundert innehatte. Beatrix, Witwe des Johann von Kerpen, verkaufte beides am 2. August 1276 an ihren Bruder Winemar von Gymnich und dessen Frau Johanna.
Die Burg ist Privatgrundstück und befindet sich unter dem Namen Burg 15 in Kerpen, daher ist nur eine Besichtigung von außen möglich. Besucher sollten die Anlage von der Umgebung aus betrachten und den öffentlichen Raum rund um die Befestigung erkunden.
Die Burg stand auf einer von einem Wassergraben umgebenen Motte, und ihr Torturm besaß eine Mauerwerkblende mit Zugbrücke, vor der sich eine zweite Zugbrücke zur Zufahrtsrampe befand. Der rechteckige Wohnturm war mit Schießscharten und einer Vorrichtung für einen hölzernen Wehrgang ausgestattet.
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