Zisterzienser/-innenkloster St. Maria, Alt-Bottenbroich, Zisterzienserkloster im Rhein-Erft-Kreis, Deutschland.
Das Kloster Bottenbroich war ein im 13. Jahrhundert gegründetes Zisterzienserinnenkloster bei Kerpen, später ein Priorat von Mönchen aus der Abtei Kamp. Seine 1484 mit Unterstützung der Herren von Hemmersbach geweihte Kirche bestand bis 1951, als das Dorf und alle klösterlichen Reste dem Braunkohletagebau Frechen wichen. Heute ist der Ort das rekultivierte Marienfeld mit einer Sonnenuhr, die das Wappen der Abtei Morimond trägt.
Bottenbroich wurde von Propst Gottfried von Münstereifel 1231 oder 1234 als Zisterzienserinnenkloster unter Aufsicht der Abtei Kamp gegründet. 1448 zwang finanzielle Not Kamp dazu, es als Mönchspriorat neu zu besetzen, das die Wirtschaftskraft wiederherstellte. Mit den Herren von Hemmersbach, die es als Begräbnisstätte wählten, wurde 1484 eine neue Kirche geweiht. Per Konsulardekret vom 9. Juni 1802 aufgehoben, diente die Klosterkirche als Pfarrkirche, bis der Ort 1951 dem Braunkohletagebau Frechen wich.
Der Ort war bekannt für die Verehrung Marias, besonders durch ein geschnitztes Andachtsbild aus dem 15. Jahrhundert, das Pilger anzog. Gläubige kamen hierher, um vor diesem religiösen Kunstwerk zu beten und ihre Frömmigkeit auszudrücken.
Der Ort ist heute unter dem Namen Marienfeld bekannt und kann besucht werden, wobei ein Gedenksonnenwerk von 2006 die Geschichte markiert. Die Überreste ermöglichen es Besuchern, sich eine Vorstellung vom früheren Klosterleben zu machen.
Das 2004 so benannte Marienfeld wurde als Ort für die Abschlussveranstaltung des Weltjugendtages 2005 ausgewählt. Im September 2006 wurde dort in Anwesenheit von Mönchen aus Bochum-Stiepel eine Sonnenuhr mit dem Wappen der Abtei Morimond, des Mutterklosters von Kamp, aufgestellt. Wegpfeile auf dem Denkmal erinnern Pilger an die Bindungen zu beiden Klöstern.
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