Kleinenknetener Steine, Ganggrab in Kleinenkneten, Wildeshausen, Deutschland.
Die Kleinenknetener Steine sind eine Megalithanlage mit drei Grabkammern, die von etwa 85 geebneten Steinblöcken umschlossen sind. Der Bau zeigt den typischen Aufbau solcher Anlagen: mehrere Kammern liegen nebeneinander unter einem gemeinsamen Erdhügel.
Die Anlage wurde in der Jungsteinzeit von der Trichterbecherkultur erbaut, die um 3500 bis 2800 v.Chr. in dieser Region lebte. Systematische Ausgrabungen in den 1930er Jahren legten die Struktur und ihre Bedeutung als Begräbnisstätte frei.
Der Name verweist auf die lokale Siedlung und stammt aus der Zeit der Trichterbecherkultur, die hier ihre Toten bestattete. Besucher können heute noch sehen, wie die großen Steine in charakteristischer Weise angeordnet sind, was die Bauweise dieser frühen Baumeister zeigt.
Die Anlage liegt südlich von Wildeshausen in der Nähe von Kleinenkneten und ist frei zugänglich auf einem Wanderweg erreichbar. Die flache Umgebung ermöglicht leichte Begehbarkeit, wobei festes Schuhwerk bei feuchtem Wetter empfehlenswert ist.
Die zweite Kammer zeigt ungewöhnliche Unterschiede in der Steinform und -anordnung, was zeigt, dass die Erbauer flexibel mit begrenztem Steinmaterial umgehen mussten. Solche Variationen sind seltener bei anderen Megalithanlagen dieser Zeit und bieten Einblick in die praktischen Herausforderungen des Baus.
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