Gräberfeld von Pestrup, Bronzezeitliche Nekropole in Wildeshausen, Deutschland
Das Pestrup-Gräberfeld ist eine Nekropole aus der Bronzezeit auf etwa 30 Hektar geschütztem Heideland in Niedersachsen, mit über 530 Grabhügeln unterschiedlicher Formen und Größen. Die Stätte zeigt ein beeindruckendes System aus verschiedenen Hügeltypen, darunter abgeflachte Königshügel, die als Kremationsstätten aus der späten Bronzezeit und frühen Eisenzeit stammen.
Das Gräberfeld entstand in der Bronzezeit und wurde über Hunderte von Jahren als Bestattungsplatz genutzt. Archäologische Ausgrabungen in den 1950er Jahren zeigten, dass unter einigen Hügeln noch Spuren von jüngsteinzeitlichen Siedlungen lagen, die älter sind als die Gräber selbst.
Die Grabstätte trägt einen Namen, der auf eine alte Legende von Riesen hinweist, die hier begraben sein sollen. Besucher können heute noch nachvollziehen, wie unterschiedlich die Hügelformen sind und welche Bedeutung sie für die damalige Bevölkerung hatten.
Der Ort ist von Wildeshausen über die Straße K 248 in Richtung Colnrade erreichbar und verfügt über einen Parkplatz in der Nähe des Eingangs. Das Gelände ist gut zu Fuß zu erkunden, da es auf ausgeschilderten Pfaden durchquert werden kann und die flache Landschaft das Wandern erleichtert.
Einige Hügel zeigen heute noch Spuren von Ausgrabungen aus den 1950er Jahren, die wie flache Vertiefungen sichtbar sind. Diese Eingriffe ermöglichten es Archäologen erstmals, das genaue Alter und die Bestattungsgewohnheiten der bronzezeitlichen Bevölkerung zu verstehen.
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