Pestruper Gräberfeld und Rosengarten, Naturschutzgebiet und Bronzezeitgräberfeld in Wildeshausen, Deutschland.
Das Pestruper Gräberfeld und Rosengarten ist ein 39 Hektar großes Naturschutzgebiet bei Wildeshausen aus zwei Teilflächen: dem 32,4 Hektar großen Pestruper Gräberfeld, einer Sandheide mit zahlreichen Grabhügeln der späten Bronze- und frühen Eisenzeit, und dem rund 500 Meter östlich gelegenen, kleineren Rosengarten, einer früheren Heidefläche, die heute überwiegend verbuscht bis bewaldet ist. Die Heide wird mit Moorschnucken beweidet und ist mit Birken, Schwarzkiefern und Eichen bestanden.
Erste Schutzbemühungen im Bereich des Gräberfeldes gehen auf das Jahr 1819 zurück, als die Herzogliche Kammer in Oldenburg die erste Verordnung zum Schutz von Großstein- und Hügelgräbern erließ. Seit dem 1. Juli 1938 steht das Gebiet unter Naturschutz; zuständige untere Naturschutzbehörde ist der Landkreis Oldenburg. Das Schutzgebiet umfasst rund 39 Hektar in zwei Teilflächen, dem Pestruper Gräberfeld und dem Rosengarten.
Die Grabhügel stammen aus der späten Bronze- und frühen Eisenzeit. Die Fläche wird mit Moorschnucken beweidet, um die Heide offen zu halten, und eine frühere Ackerfläche südlich des Gräberfeldes ist als Heideentwicklungsfläche vorgesehen. Der Name Rosengarten für die östliche Teilfläche geht auf einen früheren Pferderast- und -weideplatz oder auf starken Wildrosenbewuchs zurück.
Mehrere Wege durchziehen das Schutzgebiet; die Teilfläche Pestruper Gräberfeld grenzt an die Kreisstraße 248 zwischen Wildeshausen und Goldenstedt, die kleinere Teilfläche Rosengarten liegt rund 500 m östlich. Die Heide wird mit Moorschnucken beweidet, daher auf den Wegen bleiben und die Grabhügel nicht betreten.
Innerhalb der antiken Grabanlage findet sich eine Gruppe von Birken die an den Absturz eines amerikanischen Bombers aus dem Jahr 1944 erinnern. Dieser unerwartete Ort der Geschichtsschichten zeigt wie verschiedene Epochen in dieser Landschaft übereinander liegen.
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