Drehbrücke über den Geestemünder Hauptkanal, Denkmalgeschützte Brücke in Bremerhaven-Geestemünde
Die Drehbrücke über den Geestemünder Hauptkanal ist eine Straßenbrücke aus Stahl mit zwei Teilen, die sich um einen mittleren Pfeiler drehen lassen, um Schiffe durchzulassen. Sie misst etwa 45 Meter und ruht auf drei steinernen Pfeilern, mit rundes Profil im Innern des Kanals für das Drehmechanismus auf Rollen.
Der Hauptkanal und die Brücke wurden zwischen 1857 und 1862 gebaut, um Geestemünde als Hafenstadt neben dem älteren Bremerhaven zu entwickeln. Der Ingenieur Heinrich Adolf Buchholz entwarf die Drehbrücke 1861, die von Hand bedient wurde, bis 1931 ein elektrischer Motor eingebaut wurde.
Die Drehbrücke trägt an ihrer Fassade genietete Metallteile, die zeigen, wie Handwerker im 19. Jahrhundert arbeiteten. Wenn Sportboote des Weseryachtclubs durchfahren, kann man die alte Drehbewegung beobachten, die noch heute das Leben am Hafen mit den Stadtstraßen verbindet.
Die Brücke wird heute hauptsächlich von Radfahrern und Fußgängern genutzt und bietet eine ruhige Verbindung zum Fischereihafen. Man kann die Öffnung beobachten, wenn Boote des Weseryachtclubs durchfahren und man sieht dabei, wie die alte Technik noch funktioniert.
Die Brücke wurde ursprünglich von drei Männern von Hand gedreht und benötigte nur wenige Minuten für eine vollständige Öffnung. Das macht sie zu einer der ältesten noch funktionsfähigen Drehbrücken in Deutschland und zeigt, wie einfache Mechanik auch heute noch zuverlässig arbeitet.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.