Heidenmauer, Keltische Ringmauer bei Bad Dürkheim, Deutschland
Die Heidenmauer ist eine keltische Befestigungsanlage, die den Kästenberg in Rheinland-Pfalz wie ein Ring umschließt. Die Mauer besteht aus Stein und Holz, die in der sogenannten Murus-Gallicus-Technik miteinander verbunden wurden, bei der Holzbalken die Steinlagen zusammenhalten.
Keltische Stämme errichteten diese Befestigung um 500 v. Chr. und bewohnten den Hügel etwa 40 Jahre lang, bevor sie ihn verließen. Die Funde zeigen, dass der Ort nicht nur militärischen Zwecken diente, sondern auch als Handwerks- und Handelszentrum genutzt wurde.
Der Name "Heidenmauer" bedeutet wörtlich "Mauer der Heiden" und spiegelt wider, wie mittelalterliche Menschen die rätselhaften Überreste deuteten, die sie vorfanden. Heute können Besucher entlang der Wallreste spazieren und sich vorstellen, wie dicht besiedelt dieser Hügel einst war.
Der Ort ist das ganze Jahr über zugänglich, und markierte Wanderwege führen entlang der Wallreste. Informationstafeln auf dem Weg erklären, was zu sehen ist, sodass kein Vorwissen nötig ist, um den Besuch zu verstehen.
Innerhalb der Befestigung wurde ein ausgeklügeltes System aus Gräben und Kanälen entdeckt, das zeigt, dass die keltischen Erbauer die Wasserversorgung sorgfältig planten. Dieses Wissen war für eine dauerhafte Besiedlung auf einem Hügel ohne natürliche Wasserquellen unerlässlich.
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