Kriemhildenstuhl, Römischer Steinbruch nahe Bad Dürkheim, Deutschland.
Kriemhildenstuhl ist eine römische Steinbruchstätte auf der südöstlichen Seite des Berges Kästenberg, etwa 250 Meter über dem Meeresspiegel gelegen. Die Stätte zeigt große Sandsteinterrassen und Felsformationen, die vom Abbau geprägt sind.
Die 22. Legio Romana baute hier um 200 n.Chr. weißlich-quarzitischen Sandstein ab und hinterließ zahlreiche in den Felsen gemeißelte Inschriften. Wissenschaftliche Untersuchungen zwischen 1884 und 1939 dokumentierten die römischen Abbautechniken und Arbeitsorganisation.
Der Name Kriemhildenstuhl bezieht sich auf eine Legende aus der Nibelungensage, obwohl der Ort tatsächlich ein römischer Steinbruch war. Der Name zeigt, wie lokale Geschichten und Geschichte an solchen Orten miteinander verwoben sind.
Das Gelände ist das ganze Jahr über zugänglich und kann über Wanderwege von umliegenden Gegenden oder per Bahn nach Bad Dürkheim erreicht werden. Besucher sollten bequemes Schuhwerk tragen und beachten, dass das Terrain uneben ist.
In den Felsen sind Hunderte von Gravuren hinterlassen worden, darunter Widmungen an den Gott Jupiter und Verweise auf Kommandanten der 22. Legion. Diese persönlichen Markierungen und Botschaften geben einen seltenen Einblick in das tägliche Leben römischer Arbeiter.
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