Gauforum Weimar, Verwaltungskomplex aus der NS-Zeit in Weimar, Deutschland.
Das Gauforum Weimar ist ein Verwaltungskomplex aus der Nazi-Zeit mit drei Gebäuden und einem zentralen Turm im nördlichen Teil der Stadt. Die Anlage erstreckt sich über ein großes Areal und beherbergt heute Büros der Thüringer Landesregierung sowie ein Einkaufszentrum in der ehemaligen Versammlungshalle.
Der Bau begann 1937 unter dem Architekten Hermann Gießler und erforderte die Zerstörung von hunderten von Häusern und die Vertreibung von mehr als tausend Bewohnern aus der Innenstadt. Das Projekt war Teil der NS-Planungen, die Stadt umzugestalten und zu vergrößern.
Der Komplex beherbergt heute eine Dauerausstellung über Zwangsarbeit während der NS-Zeit, die die Beteiligung von Häftlingen aus Konzentrationslagern an seinem Bau dokumentiert. Besucher können nachvollziehen, welche Menschen unter welchen Bedingungen an diesem Ort arbeiten mussten.
Die Gebäude sind teils öffentlich zugänglich, während andere Bereiche Verwaltungsbüros bleiben. Der mittlere Turm beherbergt eine Ausstellung und ist ein guter Orientierungspunkt, um die Gesamtanlage zu verstehen.
Die zentrale Wieße enthält Ausstellungsräume, in denen die düstere Geschichte des Ortes erzählt wird, einschließlich Details über die Zwangsarbeiter, die beim Bau beteiligt waren. Ein neues Museum für Zwangsarbeit wird in diesem Bereich eröffnet und soll diese Geschichte noch umfassender dokumentieren.
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