Staustufe Griesheim, Wasserkraftwerk und Staustufe in Frankfurt, Deutschland
Die Staustufe Griesheim ist ein Wasserkraftwerk mit Wehr am Main in Frankfurt, das Strom über drei Kaplanturbinen erzeugt. Das Bauwerk verfügt außerdem über drei Rollschütze und zwei Schleusenkammern, die die Durchfahrt von Schiffen ermöglichen.
Das Bauwerk entstand zwischen 1929 und 1932, nachdem Frankfurt und die Reichsregierung eine Vereinbarung zur Modernisierung des Mains getroffen hatten. Es ersetzte ältere Anlagen und verbesserte sowohl den Schiffsverkehr auf dem Fluss als auch die Stromversorgung der Region.
Das Kraftwerksgebäude ist ein Beispiel der Neuen Sachlichkeit, einer Bauweise, die in den 1920er und 1930er Jahren in Deutschland verbreitet war. Die Fassade verzichtet auf Verzierungen und zeigt klare Linien, die damals als Zeichen von Modernität galten.
Das Bauwerk ist gut von den Uferwegen beiderseits des Mains aus zu sehen, ohne das Gelände betreten zu müssen. Tagsüber bei gutem Licht lassen sich die Architektur und die Schleusenanlagen am besten beobachten.
Die Kaplanturbinen der Anlage sind so konstruiert, dass sich ihre Schaufeln automatisch an den jeweiligen Wasserstand anpassen, was sie von vielen anderen Turbinen unterscheidet. Dadurch kann die Anlage auch bei schwankenden Wasserständen zuverlässig Strom produzieren.
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