Kelsterbacher Terrasse, Archäologische Stätte im Frankfurter Stadtwald, Deutschland
Die Kelsterbacher Terrasse ist eine lange Erhebung im Frankfurter Wald, die sich über eine große Fläche erstreckt und an manchen Stellen bis zu 17 Meter höher liegt als die umgebende Landschaft. Die Terrasse zeigt verschiedene Bodenschichten aus Kies, Sand und Ton, wobei die obersten Schichten aus feinem, vom Wind verwehtensand bestehen.
An diesem Ort wurden Steinwerkzeuge aus der Zeit vor etwa 40 000 bis 50 000 Jahren gefunden, die zeigen, dass Menschen schon sehr früh in dieser Gegend lebten. Später errichteten Völker der Bronze- und Eisenzeit hier Begräbnishügel, die an den Rändern der Terrasse sichtbar sind.
Die Begräbnishügel entlang der Terrasse stammen aus verschiedenen Zeitaltern und zeigen, wie Menschen hier über Tausende von Jahren lebten und starben. Man sieht an den erhöhten Stellen deutlich, wie wichtig dieser Ort für frühe Siedler war.
Man erreicht den Ort über einen öffentlichen Parkplatz in der Nähe von Schwanheim und kann das Gelände dann über mehrere Wanderwege erkunden. Die verschiedenen Pfade ermöglichen es, die Erhebung aus verschiedenen Blickwinkeln zu sehen und die unterschiedlichen Schichten besser zu verstehen.
Die Funde an diesem Ort zeigen, dass hier Menschen aus der Zeit der Neandertaler gelebt haben, was diesen Wald zu einem Fenster in eine sehr ferne Vergangenheit macht. Diese seltene Verbindung von frühen menschlichen Spuren und gut erhaltenen Bodenschichten macht es möglich, die Umwelt dieser Zeit zu verstehen.
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