Henrichshütte, Industriemuseum in Hattingen, Deutschland
Die Henrichshütte ist ein Industriemuseum in Hattingen, Deutschland, das auf dem Gelände eines früheren Stahlwerks eingerichtet wurde und einen 55 Meter hohen Hochofen sowie originale Produktionsanlagen aus der Metallurgie zeigt. Das Areal umfasst mehrere Werkshallen, in denen Besucher Gießpfannen, Walzwerke und weitere Maschinen sehen können, die einst zur Stahlherstellung dienten.
Das Werk wurde 1854 gegründet und produzierte über 130 Jahre lang Stahl, bevor es 1987 endgültig geschlossen wurde. In seiner Blütezeit beschäftigte das Hüttenwerk mehrere tausend Mitarbeiter und prägte das wirtschaftliche Leben der Region nachhaltig.
Der Name ehrt Graf Henrich zu Stolberg-Wernigerode, der die Gründung des Werks unterstützte und dessen Familie eng mit der Industriegeschichte des Ruhrgebiets verbunden war. Heute zeigen die erhaltenen Werkshallen und Maschinen, wie Arbeiter über Generationen hinweg Metall schmolzen und formten, und vermitteln einen direkten Eindruck vom Alltag in einem Stahlwerk.
Das Museum liegt an der Werksstraße 31-33 und öffnet von Dienstag bis Sonntag zwischen 10 und 18 Uhr. Ermäßigungen stehen für Studierende und Menschen mit Behinderung zur Verfügung, und Wege über das weitläufige Gelände erfordern festes Schuhwerk.
Besucher können dem Stahlwerk beim Bessemer-Verfahren zusehen, wenn flüssiges Metall in Formen gegossen wird, und anschließend auf die Plattform des Hochofens steigen, um über die Industrielandschaft zu blicken. Von dort oben sieht man die umliegenden Halden und Anlagen, die das Ruhrgebiet seit Jahrzehnten prägen.
Die Community neugieriger Reisender
AroundUs vereint tausende ausgewählte Orte, lokale Tipps und versteckte Schätze, täglich bereichert von über 60,000 Mitwirkenden weltweit.