Bügeleisenhaus, Fachwerkgebäude unter Denkmalschutz in Hattingen, Deutschland.
Das Bügeleisenhaus ist ein Fachwerkbau aus dem frühen 17. Jahrhundert mit einer ungewöhnlichen trapezförmigen Grundfläche, die sich von einer breiten Nordseite zu einer schmalen Südseite verjüngt. Die Fassade ist mit aufwendig geschnitzten Holzbindern gestaltet, die das Gebäude strukturieren und prägen.
Das Haus wurde 1611 von dem Kaufmann Wilhelm Elling errichtet und diente zunächst als Wohnhaus wohlhabender Schichten. Im Jahr 1853 erwarb es der jüdische Metzger Salomon Schmidt, der das Gebäude erheblich umgestaltete und modernisierte.
Die geschnitzten Holzbalken zeigen Masken, Enten und Blätter, die von alter handwerklicher Kunstfertigkeit erzählen. Diese Verzierungen spiegeln wider, wie Hausbauer damals ihre Fähigkeiten und ihren Wohlstand zur Schau stellten.
Das äußere Erscheinungsbild des Hauses kann das ganze Jahr über betrachtet werden und zeigt die mittelalterliche Bauweise sehr gut. Besucher sollten die Gasse betreten und das Gebäude aus verschiedenen Winkeln betrachten, um die trapezförmige Form und die Holzschnitzereien vollständig zu würdigen.
Der Name des Hauses bezieht sich auf seine Eisenbügelform, die durch die Lage an der Ecke zweier mittelalterlicher Gassen entstanden ist. Dieser geometrische Zwang durch die stadtplanung prägte das ungewöhnlich moderne und funktionale Design des Gebäudes.
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