Passauer Tölpel, Steinskulptur in Passau, Deutschland
Der Passauer Tölpel ist eine Steinplastik eines großen Kopfes mit kurzem Haar, großen Augen und dicken lächelnden Lippen, die an einer Wand neben dem Stephansdom befestigt ist. Das Werk zeigt realistische Gesichtszüge und wirkt trotz seiner massiven Form fast lebendig an seinem heutigen Platz.
Der Kopf stammt ursprünglich von einer Kathedralverzierung, die bei einem großen Stadtbrand 1662 herabstürzte und möglicherweise durch Musketenschüsse am Corpus-Christi-Tag beschädigt wurde. Später bekamen die Einwohner der Stadt diesen Namen durch einen Geistlichen, der ihre besonderen Eigenheiten beobachtete.
Der Tölpel trägt einen Namen, der seit dem 17. Jahrhundert mit der Stadt verbunden ist und der Volkstradition nach mit eigenwilligen Merkmalen der Stadtbewohner zu tun hat. Die Figur ist heute ein vertrautes Gesicht für Einheimische und Besucher, die die Geschichte von Passau entdecken möchten.
Die Skulptur ist an der Ecke von Steinweg und Domplatz gut zu finden, wo sie seit 2003 an der Wand eines öffentlichen Gebäudes befestigt ist. Sie liegt in unmittelbarer Nähe der Kathedrale, sodass sich ein Besuch leicht mit einer Erkundung des Domplatzes verbinden lässt.
Einer lokalen Geschichte nach verlor der Kopf seinen Körper, behielt aber sein breites Lächeln, was in einem Vers besungen wurde, der sich über eine gewisse Schwäche auf dem Kopf lustig macht. Diese humorvolle Legende macht das Werk zu mehr als nur einem historischen Artefakt.
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