Schloss Stegen-Weiler, Schloss in Deutschland
Schloss Stegen-Weiler ist eine Schlossanlage in Stegen mit einem barocken Hauptgebäude aus dem 16. Jahrhundert, das später modernisiert wurde und nun drei Stockwerke umfasst. Die Anlage besteht aus dem Hauptschloss, einer Kapelle mit Buntglasfenstern, Nebengebäuden und ausgedehnten Gärten, die von dicken alten Mauern und roten Dächern geprägt ist.
Das Schloss entstand im frühen 16. Jahrhundert, als die Familie von Reischach eine befestigte Anlage mit Kapelle errichtete. Der Bau an der Stelle eines älteren Meierhofs markierte den Beginn einer wechselvollen Geschichte mit mehreren Eigentümerfamilien, darunter die Moser und später die Kagenecks, die die Anlage im 19. Jahrhundert modernisierten.
Das Schloss trägt den Namen der Familie von Weiler, die hier im Mittelalter Einfluss hatte und später an die von Reischach überging. Heute zeigen die Wappen an den Mauern und das Kapelleninnere mit seinen Buntglasfenstern die Geschichte der Familien, die diesen Ort über Jahrhunderte geprägt haben.
Das Schloss liegt am Rand der Dreisamtal-Niederung und ist zu Fuß vom Zentrum von Stegen erreichbar. Das Gelände mit Gärten ist weitläufig und lädt zum Spaziergang ein, wobei die älteren Bauteile wie die Kapelle mit ihren Buntglasfenstern zu den Highlights gehören.
Die Kapelle beherbergt ein großes Altargemälde des heiligen Sebastian aus dem 16. Jahrhundert, das ihn als Märtyrer mit Pfeilen durchbohrt zeigt und im Hintergrund Ansichten nahegelegener Burgen und Orte wie Kirchzarten und Weiler darstellt. Dieses kunsthistorisch bedeutsame Werk verbindet religiöse Darstellung mit lokaler Geographie und gibt Einblick in die künstlerischen Prioritäten der damaligen Zeit.
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