Ruhwaldpark, Gartendenkmal in Westend, Charlottenburg-Wilmersdorf, Deutschland.
Der Ruhwaldpark ist ein Gartenmonument im Berliner Westen, das ein größeres Waldgebiet mit verschiedenen Höhenlagen, Wegen aus Holzbrücken und einem zentralen See umfasst. Die Vielfalt der Topografie und der unterschiedlichen Baumbereiche prägt das Erscheinungsbild des Parks und schafft wechselnde Ausblicke.
Ein Kaufmann namens Ludwig von Schaeffer-Voit ließ 1867 eine Villa bauen und gestaltete das umliegende Gelände als Privatpark mit Kunstlandschaft. Die Anlage wurde später zu einem geschützten Denkmal, das die Gartenkultur des 19. Jahrhunderts bewahrt.
Der Park wurde nach englischen Landschaftsgärten gestaltet und zeigt, wie Berliner des 19. Jahrhunderts ihre Beziehung zur Natur ausdrückten. Die Wahl von Nadelbäumen aus Nordamerika und einheimischen Buchen spiegelt damalige Vorlieben für exotische, aber doch vertraute Baumarten wider.
Der Park ist über mehrere Eingänge zugänglich und wird von unterschiedlich anspruchsvollen Wegen durchzogen, die verschiedene Höhenniveaus verbinden. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da der Untergrund uneben sein kann und einige Abschnitte steilere Anstiege haben.
Am westlichen Rand des Parks steht ein künstlicher Berg aus Trümmerschutt, auf dem einst eine Engelsstatue zum Gedenken an den verstorbenen Sohn des ursprünglichen Besitzers stand. Diese Gedenkstätte verbindet private Trauer mit der Gestaltung der Landschaft.
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