St. Peter und Paul, Pfarrkirche in Weimar, Deutschland.
St. Peter und Paul ist eine spätgotische Hallenkirche mit charakteristischen Spitzendächern, die das Weimarer Stadtbild prägt. Der Innenraum zeigt kunstvoll gestaltete Altäre und ein gewölbtes Deckenwerk, das den späten gotischen Stil in seinem vollem Ausmaß veranschaulicht.
Das heutige Gebäude entstand zwischen 1498 und 1500 nach mehreren Zerstörungen durch Brände, die die Vorgängerbauten 1299 und 1424 vernichteten. Mit dieser Rekonstruktion etablierte sich an dieser Stelle eine kontinuierliche religiöse Tradition, die bis heute andauert.
Die Kirche wurde seit 1525 zu einem wichtigen Ort des lutherischen Glaubens und ist eng mit Weimars religiösem Leben verwoben. Besucher spüren die spirituelle Kontinuität an den kunstvoll gestalteten Altären und in den regelmäßigen Gottesdiensten, die immer noch stattfinden.
Die Kirche ist außerhalb von Gottesdiensten oft für Besucher zugänglich und beherbergt während der Thüringer Bachwochen Musikaufführungen. Wenn möglich, sollte man die Öffnungszeiten im Voraus erfragen, um sicherzustellen, dass man nicht auf eine Privatveranstaltung trifft.
Das Altarwerk 'Christus am Kreuz' wurde von Lucas Cranach dem Älteren 1552 begonnen und von seinem Sohn vollendet, was es zu einem seltenen Beispiel einer Künstlerdynastie macht. Dieses Werk zeigt die Meisterschaft beider Generationen in der Darstellung von religiöser Kunst des 16. Jahrhunderts.
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