Mordsteine, Gedenksteine in Sennestadt, Deutschland
Die Mordsteine sind zwei Sandsteindenkmale an der Kreuzung von Ostallee und Hellweg auf einem Hugel im Fichtenwalt. Sie stehen jeweils etwa 90 Zentimeter hoch und bestehen aus einem einzigen Stuck, das sowohl die Platte als auch den Sockel umfasst.
Die Steine wurden am 3. Oktober 1660 errichtet, um Maria Helena und Anna Tambor zu gedenken, die an diesem Ort ermordet wurden. Der Tater war ein Deserteur aus dem Brandenburg-Regiment, der diese tragischen Morde beging.
Die Steine tragen eingravierte Inschriften auf Deutsch, die an die tragischen Ereignisse erinnern und Besucher dazu einladen, über diese düstere Geschichte nachzudenken. Die Texte auf den Monumenten spiegeln die Art wider, wie Gemeinden im 17. Jahrhundert solche Verluste dokumentierten und sich erinnerten.
Die Denkmale befinden sich in der Nahe des Seniorenzentrum Frieda-Nadig-Haus und sind leicht zu finden. Eine Informationstafel, die 2014 installiert wurde, erklart ihre Bedeutung und hilft Besuchern, die Geschichte zu verstehen.
Der nordliche Stein ist grosser als sein sudlicher Pendant, das im Laufe der Jahrhunderte durch Witterung abgenutzt wurde. Dieser Unterschied in der Grossse verdeutlicht die Spuren der Zeit und macht jedes Monument visuell unterscheidbar.
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