Löwenburg, Mittelalterliche Burgruine in Lämershagen, Bielefeld, Deutschland.
Die Löwenburg ist eine Burgruine auf einem Hügel in Bielefeld, die durch Erdwälle mit etwa 50 Metern Durchmesser gekennzeichnet ist. Der Ort liegt auf dem östlichen Gipfel des Lewenberg und seine Strukturen zeigen die Anlage einer mittelalterlichen Befestigung.
Bernhard II. Freiherr zur Lippe ließ die Burg 1177 errichten, um seine Dorfgründungen im strittigen Grenzgebiet zur Grafschaft Ravensberg zu sichern. Ein Jahr nach Baubeginn führte Kaiser Friedrich I. Barbarossa einen Kriegszug gegen Heinrich den Löwen, bei dem die Burg wohl zerstört wurde. Danach stabilisierte sich die Grenze zwischen Ravensberg und Lippe östlich der Burg am Menkhauser Bach.
Der Name Löwenburg verweist auf Heinrich den Löwen, dessen Parteigänger der Erbauer Bernhard II. zur Lippe war; örtlich heißt die Anlage auch Hünensaut. Das umwallte Plateau misst knapp 50 Meter im Durchmesser, und Graben und Wall sind auf der östlichen Kuppe des Lewenberges über dem Markengrund noch im Gelände zu erkennen.
Das Gelände steht unter Schutz als Bodendenkmal und ist das ganze Jahr über zugänglich, was das Erkunden der mittelalterlichen Strukturen ermöglicht. Besucher sollten festes Schuhwerk tragen, da das Gelände hügelig ist und die alten Wälle zum Klettern einladen.
Der Name der Burg verweist auf Heinrich den Löwen, dessen Parteigänger der Gründer Bernhard II. zur Lippe war; auch Hünensaut wird die Anlage genannt. Nach dem Ende der Burg verlief die Grenze zwischen Ravensberg und Lippe am Menkhauser Bach, und die Grafen von Ravensberg bauten keine weitere Burg, lag ihre Sparrenburg doch nur neun Kilometer südöstlich.
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