Zwergenhöhle, Naturdenkmal Höhle im Teutoburger Wald, Bielefeld
Die Zwergenhöhle ist eine Karsthöhle am Südkamm des Teutoburger Waldes am Jostmeiers Berg im Bielefelder Stadtbezirk Senne und die einzige natürliche Höhle im Stadtgebiet. Sie ist 11 Meter lang und liegt in Kalksteinen des unteren Turoniums der Oerlinghausen-Formation. Der Eingang befindet sich auf einem Grat, etwa 50 Meter unterhalb des 260,5 Meter hohen Gipfels.
Julius Wilbrand führte kurz nach einer Ausräumung um 1887 die erste wissenschaftliche Vermessung der Höhle durch und ermittelte eine Länge von 20,80 Metern. In den folgenden Jahren wurde die Höhle durch Versturzmaterial weitgehend aufgefüllt. Ende des 20. Jahrhunderts ergaben eine erneute Ausgrabung und Vermessung die heutige Länge von 11 Metern.
Der Name „Zwergenhöhle“ ist eine traditionelle volkstümliche Bezeichnung; in den Quellen ist keine Zwergensage an diesen Ort gebunden. Beobachten lässt sich stattdessen die Funktion als Fledermausquartier: Zum Schutz der überwinternden Fledermäuse wurde 2011 erstmals ein Schutzgitter angebracht, das in den Monaten September bis Mai verschlossen ist.
Die Höhle liegt abseits der ausgewiesenen Wanderwege und ist wegen fehlender Beschilderung nicht leicht zu finden; vom südwestlich gelegenen Wanderweg sind etwa 120 Meter bergauf zu bewältigen. Ein erstmals 2011 angebrachtes Schutzgitter ist von September bis Mai für überwinternde Fledermäuse verschlossen. Die Höhle liegt auf einem Grat, etwa 50 Meter unterhalb des 260,5 m hohen Gipfels des Jostmeiers Bergs.
Die Höhle entstand nicht durch typische Schichtung von Gesteinsschichten, sondern durch die Auflösung von Kalkstein durch kohlensäurehaltiges Wasser. Dieser Prozess schuf eine ganz besondere geologische Formation, die in der Region selten ist.
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