Marienkapelle, Mittelalterliche Kirche in München, Deutschland
Die Marienkapelle war eine Kirche mit drei Schiffen und Säulen, die romanische Merkmale im Langhaus und ein gotisches Chor aufwies und etwa 60 Meter lang war. Sie stand auf dem heutigen Platz der Frauenkirche, die später um und über ihre Struktur herum gebaut wurde.
Die Kapelle wurde 1271 erstmals schriftlich erwähnt und zum zweiten Pfarrkirche Münchens erhoben. Sie diente den lokalen Gläubigen bis 1472, als die Frauenkirche um sie herum zu entstehen begann.
Die Kapelle war über Generationen hinweg der Ort, wo die herzogliche Familie Bayerns ihre Toten beisetzte und verehrte. Dieses Begräbnisrecht machte sie zu einem heiligen Zentrum für die lokale Bevölkerung.
Der Ort ist heute nicht mehr zugänglich, da er vollständig unter der modernen Frauenkirche liegt. Besucher können mehr über das Gebäude durch Museen und Ausstellungen in München erfahren, die seine Geschichte und Architektur dokumentieren.
Nach dem Zweiten Weltkrieg führten Ausgrabungen unter der Frauenkirche zu Funden von Fundamentmauern der alten Kapelle. Diese archäologischen Überreste zeigen, dass der Kirchenraum wahrscheinlich ein gewölbtes Dach hatte und geben Einblicke in die mittelalterliche Bauweise.
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