Hexenturm, Mittelalterlicher Turm in Walberberg, Deutschland
Der Hexenturm ist eine runde Wehranlage aus dem Mittelalter, die sich hinter dem Friedhof der St. Walburga-Kirche erhebt und über fünf Geschosse verfügt. Die Mauern sind beachtlich dick und der Turm wirkt trotz seiner moderaten Größe kompakt und wehrhaft.
Die Wehranlage wurde in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts von den Herren von Holtrop als Wohn- und Schutzturm errichtet und diente dieser Familie bis 1388. Danach verliert sich ihre Spur in den Dokumenten, doch die Struktur selbst blieb über die Jahrhunderte hinweg erhalten.
Der Turm trägt seinen Namen nach Geschichten aus dem 19. Jahrhundert, die romantische Vorstellungen mit dem Bauwerk verbanden. Besucher werden heute mit einer Legende konfrontiert, die mehr über die damalige Zeit aussagt als über die tatsächliche mittelalterliche Nutzung des Gebäudes.
Der Turm steht direkt neben dem Friedhofsgelände und kann von außen betrachtet werden, ist aber nicht für Besucher im Inneren zugänglich. Am besten nähert man sich von der Friedhofsseite, um die gesamte Struktur von mehreren Blickwinkeln aus zu sehen.
Der Bau verwendete Steine aus einem römischen Aquädukt, der früher durch Walberberg führte, was die Kontinuität zwischen antiker und mittelalterlicher Nutzung des Ortes zeigt. Diese Wiederverwendung von römischen Materialien ist heute vielen Besuchern nicht bekannt, gibt aber dem Turm eine doppelte historische Verbindung.
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