Siedlung Luisenhof, Wohnkomplex in Reinickendorf, Deutschland.
Die Luisenhof-Siedlung ist eine Wohnsiedlung mit zweistockigen Reihenhausern, die sich entlang der Luisenweg und Freiheitweg erstrecken und ein zusammenhangendes Wohnviertel bilden. Die einzelnen Huser verfugen uber Garten und Nebengecaude, die einst der Eigenversorgung dienten.
Die Siedlung wurde zwischen 1919 und 1920 von Architekt Georg Heyer erbaut und entstand auf einem Grundstuck, das vom Gut der Familie Hasser erworben wurde. Das Projekt war Teil der Wohnbauentwicklung in Reinickendorf wahrend der Weimarer Republik.
Die Stolpersteine an der Luisenweg 10 erinnern an die Familie Marcuse, deren Mitglieder während des Zweiten Weltkriegs deportiert wurden. Diese Gedenktafeln prägen heute das Bild des Wohnviertels und machen die Geschichte für jeden Besucher sichtbar.
Der Ort ist am besten zu Fuss zu erkunden, um die Architektur und das Layout der Gartenhuser ganz zu erfassen. Der Zugang zu den Strassen ist offen, wodurch man die Struktur des Viertels ohne Hindernisse erkennen kann.
Die Siedlung erlitt wahrend des Zweiten Weltkriegs nur minimale Schadigung und bewahrt bis heute ihre ursprungliche Architektur aus den 1920er Jahren. Diese ungewohnliche Erhaltung macht sie zu einem seltenen Beispiel fur unbeschadigt erhaltene Wohnbauten aus dieser Epoche in Berlin.
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