Druknestenen på Åboulevarden, Gedenkstein in Kopenhagen, Dänemark.
Druknestenen på Åboulevarden ist ein Gedenkstein aus Granit, der an der Straßenseite des Boulevards steht und die Position markiert, wo einst der Ladegårdsåen-Bach floss. Der Stein hat eine Höhe von etwa 160 Zentimetern und erinnert an ein tragisches Ereignis aus dem frühen 19. Jahrhundert.
Im November 1812 verunglückte eine Hochzeitsgesellschaft tragisch, als der Wagen in den Fluss stürzte und mehrere Passagiere ums Leben kamen. Der Bach wurde später zugeschüttet, doch dieser Stein erhielt sich als Erinnerung an das Ereignis.
Der Stein trägt die Inschrift '26-27 NOVBR 1812' und erinnert an sechs Mitglieder der jüdischen Gemeinde Kopenhagens, die in diesem Gewässer ums Leben kamen. Er steht als stilles Zeichen der Verbundenheit zwischen der jüdischen Bevölkerung und der dänischen Gesellschaft in dieser Zeit.
Der Stein befindet sich direkt auf dem Gehweg entlang eines zentralen Boulevards und ist leicht zu Fuß erreichbar. Der Ort ist zu jeder Jahreszeit und zu jeder Tageszeit zugänglich, da es sich um einen öffentlichen Straßenbereich handelt.
Der Stein hatte ursprünglich eine praktische Funktion als Pegelmesser für den Wasserstand des Baches. Bei Reinigungsarbeiten an der Stelle 1827 wurde er wieder freigelegt und später zu einem Gedenkstein umfunktioniert.
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