Kabylei, Bergregion im Norden Algeriens
Kabylia ist eine bergige Gegend im Norden Algeriens, die sich entlang der Mittelmeerküste erstreckt und mehrere Provinzen umfasst. Die Landschaft wechselt zwischen steilen Berghängen mit Olivenhainen, tiefen Tälern mit Flüssen und Dörfern aus Stein, die sich an die Abhänge klammern.
Die Gegend blieb über Jahrhunderte hinweg von römischen, byzantinischen und osmanischen Eroberern weitgehend unabhängig, weil die Berge schwer zugänglich waren. Im 19. Jahrhundert führte die französische Kolonialherrschaft zu mehreren Aufständen der Bewohner, die ihre Sprache und Lebensweise verteidigten.
Die Bevölkerung spricht Kabylisch, eine Berbersprache mit eigener Schrift, und trägt traditionelle Gewänder bei Festen und Hochzeiten, die oft mehrere Tage dauern. In den Dörfern sieht man Frauen, die bunte Töpferwaren bemalen und Silberschmuck mit geometrischen Mustern anfertigen, während Männer in Werkstätten Holz schnitzen.
Die Straßen durch die Berge sind kurvenreich und erfordern eine vorsichtige Fahrweise, besonders bei Nebel oder Regen. Die meisten Orte lassen sich mit öffentlichen Bussen erreichen, die jedoch unregelmäßig fahren und oft voll sind.
In den Wäldern der höheren Lagen leben Berberaffen, eine der wenigen Affenarten außerhalb der Tropen, die man bei Wanderungen manchmal in den Bäumen beobachten kann. Diese Tiere kommen sonst nur noch in Gibraltar und Marokko vor und ernähren sich hauptsächlich von Eicheln und Blättern.
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