Altava, Archäologische Stätte in Ouled Mimoun, Algerien.
Altava ist eine archäologische Stätte in der Nähe des Oued Isser Tals mit Überresten von Mauern und Fundamenten alter Bauwerke. Die Reste verteilen sich über eine kleine Ebene und zeigen verschiedene Phasen menschlicher Besiedlung.
Der Ort entstand als römische Siedlung im 2. Jahrhundert in der Provinz Mauretania Caesariensis. Nach dem Jahr 429 wurde er Hauptstadt eines unabhängigen Königreichs unter Berber-Herrschaft.
Die Inschriften am Ort erwähnen den christlichen Märtyrer Ianuarius und belegen einen Wandel zu einer christlichen Gemeinschaft. Ein Gebetshaus aus dem 4. Jahrhundert steht als Zeugnis dieser religiösen Umwandlung und zeigt, wie Glaube das Leben vor Ort prägte.
Das Gelände liegt in der Nähe der Nationalstraße 7 und ist relativ leicht zu erreichen, wenn man von Tlemcen aus in diese Richtung unterwegs ist. Der Ort hat wenig Infrastruktur, daher sollten Besucher eigenständig planen und ausreichend Zeit einkalkulieren.
Ein bronzenes Werkzeug, das auf diesem Gelände ausgegraben wurde, zeigt, dass Menschen schon vor der römischen Zeit hier lebten. Dieser Fund ist ungewöhnlich, da sonst wenige Spuren aus dieser früheren Periode an diesem Ort zu finden sind.
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