Siga, archäologische Stätte in Algerien
Siga ist eine antike Römerstadt und archäologische Stätte in der Nähe von Aïn Témouchent an der Tafna-Fluss, ungefähr dort, wo dieser ins Meer fließt. Die Ruinen liegen auf beiden Ufern des Flusses und auf zwei kleinen Hügeln und zeigen Überreste von Befestigungen, Wohnbauten, Wasserleitungen und Bädern aus verschiedenen Perioden.
Siga war ursprünglich eine Siedlung der Berber und wurde später von Phöniziern und Karthagern als Hafen genutzt, bevor es unter König Syphax im 3. Jahrhundert v.Chr. zur Hauptstadt des Masaesyli-Königreichs wurde. Nach Syphax' Niederlage gegen die Römer während des Zweiten Punischen Krieges verlor das Königreich seine Unabhängigkeit, doch die Stadt gewann später unter römischen Kaisern wie Septimius Severus und Caracalla wieder an Bedeutung.
Der Ort trägt den Namen Siga, der aus punischen Inschriften auf antiken Münzen stammt und als Shigan geschrieben wurde. Die Ruinen zeigen, wie verschiedene Bevölkerungsgruppen - Berber, Phönizier und Römer - hier nebeneinander lebten und den Ort als Handelszentrum nutzten.
Der Ort liegt an der Tafna-Fluss und ist über die Straße von der Stadt Aïn Témouchent erreichbar. Die Ruinen sind über beide Ufer verteilt, daher sollte man mit ausreichend Zeit und festem Schuhwerk rechnen, um das gesamte Gelände zu erkunden.
Das Mausoleum auf dem Gelände wird dem König Syphax zugeschrieben und ist eines der frühesten numidischen Grabdenkmäler, das Einblick in die Bestattungsbräuche und Machtverhältnisse der Region gibt. Ein Münzschatz mit Prägungen aus dieser Zeit trägt weiter zur Bedeutung des Ortes als wichtiges politisches und wirtschaftliches Zentrum bei.
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