Sidi Boumediene Mosque, Islamischer Religionskomplex in Tlemcen, Algerien
Sidi Boumediene ist eine religiöse Anlage in Tlemcen mit einem rechteckigen Gebäude und einem 27,5 Meter hohen Minarett, wobei fünf Schiffe durch Säulen gestützt werden und ein zentraler Innenhof mit Galerien das Zentrum bildet. Die Anlage umfasst mehrere Strukturen einschließlich Betraum, Mausoleum, Koranschule, Badehaus und das Dar al-Sultan Palais für Würdenträger.
Die Anlage wurde 1339 von Mariniden-Herrschern gegründet und erhielt später bedeutende Erweiterungen, darunter eine Koranschule im Jahr 1347, wo der Gelehrte Ibn Khaldun 1369 unterrichtete. Diese Entwicklungen machten die Anlage zu einem intellektuellen und religiösen Zentrum in der Region.
Die Moschee zeigt maurische Architekturelemente mit aufwendigen Stuckarbeiten, gewölbten Muqarnas-Decken und bronzeverzierten Holztüren in ihren Innenräumen. Diese Dekoration spiegelt die künstlerische Tradition wider, die Tlemcens Geschichte als bedeutendes Zentrum prägt.
Der Standort befindet sich in Tlemcen und ist zu Fuß erreichbar, wobei die Innenbereiche während der Gebetszeiten möglicherweise nicht vollständig zugänglich sind. Besucher sollten bescheidene Kleidung tragen und beim Eingang ihre Schuhe ablegen, da dies ein aktiver Ort des Gebets und der Verehrung ist.
Der gekrümmte Eingangsbogeauf der Fassade ist mit Keramikinlays und religiösen Widmungen verziert und führt zu einem quadratischen Becken im inneren Hof mit den Maßen von etwa 13,5 mal 12 Metern. Dieses Portal ist eines der sichtbarsten Merkmale, das die Sorgfalt bei der Gestaltung zeigt.
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